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Weil Frauenrechte immer noch in Gefahr sind…
Weil Frauenrechte häufig verletzt oder verweigert werden…
Weil sich Erreichtes zu leicht umkehren lässt…
Die Rechte und die Gesundheit von Frauen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Ärzte der Welt.

Die Freiheit von Frauen und Mädchen, selbst über ihre Sexualität, Gesundheit und ihr Leben zu entscheiden, wird immer noch permanent infrage gestellt. Dabei streben Frauen und Mädchen, die ihre Rechte ausüben und über ihr eigenens Leben bestimmen können, eher eine weiterführende Bildung oder berufliche Laufbahn an. Sie setzen sich auch für die Bildung ihrer Töchter ein und verringern so die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.
Der Begriff Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (SRHR) bezieht sich vor allem auf grundlegende Aspekte im Leben eines Menschen – seinen Körper, seine Sexualität, seine Gesundheit, seine Beziehungen und die Entscheidung, ob man Kinder bekommen möchte oder nicht.
Er ist der Schlüssel, um die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben.

Dass es bis dahin jedoch noch ein weiter Weg ist, zeigen folgende Zahlen:

    • 214 Millionen Frauen, die eine Schwangerschaft vermeiden oder verzögern wollen, haben immer noch keinen Zugang zu modernen Verhütungsmethoden. Würde man diesen Zugang schaffen, so würde sich die Müttersterblichkeit um ein Viertel verringern.
    • Jedes Jahr gibt es 99 Millionen ungewollte Schwangerschaften, von denen über 80 Prozent direkt mit der mangelnden Verfügbarkeit an Verhütungsmitteln zusammenhängen.
    • Dies führt zu 25 Millionen unsicheren Abtreibungen pro Jahr.
    • Je restriktiver die Gesetzgebung, desto höher ist die Zahl der unsicheren Abtreibung. In der Folge sterben jedes Jahr mehr als 30.000 Frauen an den Folgen unsicherer Abtreibungen.

Dabei sind Möglichkeiten, um Todesfälle im Zusammenhang mit unsicheren Abtreibungen zu verhindern, vorhanden und erschwinglich.

Zwischen bedrohten Rechten und konservativen Kräften

„Vergesst nicht: Es genügt eine politische, ökonomische oder religiöse Krise – und schon werden die Rechte der Frauen wieder infrage gestellt. Diese Rechte sind niemals gesichert. Ihr müsst lebenslang auf der Hut sein.“
Fast 70 Jahre später ist die Mahnung von Simone de Beauvoir immer noch aktuell.

#TimesUpuniversell, #Sin nosotras se para el mundo in Spanien, #TotalShutDown in Südafrika, „NiUnaMenos“ in Lateinamerika, #AllOfUs in Europa, Demonstrationen für das Recht auf Abtreibung in Irland und Argentinien: Trotz der ständigen Angriffe konservativer Kräfte gewinnen Initiativen zur Anerkennung der Frauenrechte auf allen Kontinenten weiter an Dynamik. Frauen protestieren weltweit gegen geschlechtsbezogene Gewalt und fordern mehr Gleichberechtigung.

Was Ärzte der Welt tut

Ärzte der Welt setzt sich weltweit für das Recht der Frauen ein, über ihren eigenen Körper zu bestimmen sowie freie und informierte Entscheidungen über ihre Sexualität, ihre Gesundheit und ihr Leben zu treffen. Von Kinshasa, Port au Prince, Madagaskar, der Elfenbeinküste und Uganda bis hin zu den Palästinensischen Gebieten,Bulgarien und Deutschland arbeitet Ärzte der Welt mit Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Das Ziel der Arbeit ist es, die Angebote für Frauen zu verbessern und sie zu unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, selbst aktiv zu werden, sich gegenüber Entscheidungsträgern durchzusetzen und diese zur Verantwortung zu ziehen.

„Die völlständige Gelichstellung der Frau zuzulassen, wäre das sicherste Zeichen von Zivilisation und würde die intellektuellen Kräfte der Menschheit verdoppeln.“ Stendhal

Ärzte der Welt

setzt sich für eine freien Zugang zu Gesundheitsversorgung ein –
weltweit und in Deutschland

Ärzte der Welt engagiert sich weltweit für die medizinische Versorgung von Menschen ohne ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung − Frauen und Kinder stehen dabei im Mittelpunkt. Wir versorgen unsere Patient*innen unabhängig von ihrem ethnischen, sozialen, religiösen und politischen Hintergrund.
Auch politisch setzten wir uns für das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung ein.
Das Ärzte der Welt-Netzwerk führt 388 Projekte in 80 Ländern durch.

Wer wir sind

Ärzte der Welt ist die deutsche Sektion der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde / Doctors of the World. Wir arbeiten eng mit unseren Netzwerkpartnern in Argentinien, Belgien, England, Frankreich, Griechenland, Japan, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Türkei und den USA zusammen.